Jahrhundertealte Geschichte
Der einzigartige Charakter von Albuquerque entsteht durch den Einfluss vieler verschiedener Faktoren. Keiner ist wahrscheinlich so wichtig wie die jahrhundertealte Geschichte der Stadt. Beginnend mit den amerikanischen Ureinwohnern, welche das Land jahrtausendelang bewohnten und bis heute das Stadtbild prägen, hat sich Albuquerque seit der offiziellen Stadtgründung im Jahre 1706 in eine multikulturelle Metropole mit beinahe 800.000 Einwohnern, wo mancher sicher oft einen Übersetzer benötigt, verwandelt. Während die moderne Stadt Albuquerque ein Zentrum für High Tech-Industrie und Forschung bleibt, unterhält sie doch überlebenswichtige Verbindungen in ihr Vergangenheit. Beispiele hierfür sind die antiken Steinzeichnungen am Petroglyph National Monument, der historische Altstadtkern und ein bunter Zug aus Neonlichtern entlang der Route 66.
Albuquerque feierte in 2006 sein stolzes 300-jähriges Jubiläum - unsere Wurzeln reichen jedoch viel weiter zurück. Es ist wichtig, all die Völker und ihren Einfluss auf die Region zu verstehen, um die komplexe Geschichte von Albuquerque schätzen zu lernen. Die Ufer des Rio Grande wurde bereits seit 2.000 v. Chr. bewohnt und kultiviert. Das ortsansässige Volk der Pueblo wiesen bei Ankunft der Europäer eine hoch entwickelte Kultur und überlegene Fähigkeiten in Mauerhandwerk, Keramik, handwerklicher und künstlerischer Tätigkeit auf. Viele dieser traditionellen Techniken wurden von Generation zu Generation weitergereicht und bis heute ausgeübt.
Die ersten spanischen Entdecker erreichten Albuquerque um das Jahr 1540 unter General Francisco de Coronado. Siedler drangen auf späteren Expeditionen tief in die Flusstäler Neumexikos vor. König Philip von Spanien gab im Jahre 1706 einer Gruppe von Siedlern die Erlaubnis, eine neue villa (Stadt) an den Ufern des Rio Grande (= Großer Fluß) zu errichten. Die Siedler wählten einen Ort am Fuße der Berge in einer weiten Biegung des Flusses, günstig gelegen für Landwirtschaft und Holzabbau. Dieser Ort ermöglichte auch den Handel mit den Indianern. Der Verwalter der Kolonie, Francisco Cuervo y Valdez, sandte dem in Spanien verbliebenen Herzog von Alburquerque einen Brief, welcher die erfolgreiche Errichtung ihrer ersten neu gegründeten Stadt verkündete. Dem Herzog zu Ehren wurde diese Stadt La Villa de Alburquerque genannt. Das erste "r" des Namens wurde im Laufe der Jahrhunderte fallen gelassen.
Die ersten spanischen Siedler waren religiös, und so wurde als erstes Gebäude am Ort der heutigen Kirche San Felipe de Neri eine kleine Kapelle errichtet. Während des regnerischen Sommers von 1792 stürzte die Kapelle ein, wurde aber ein Jahr später wieder aufgebaut. Obwohl San Felipe de Neri über die Jahrhunderte immer wieder aus- und umgebaut wurde, bleiben die alten Grundmauern bis zum heutigen Tage erhalten. Die Kirche ist Dreh- und Angelpunkt der Altstadt, des historischen und sentimentalen Herzens von Albuquerque, und der davor gelegene Platz ist der Veranstaltungsort vieler kultureller Veranstaltungen und Feste.
Heute ist Albuquerque eine große Stadt mit vielfältiger Bevölkerung und Heimat einiger der führenden High Tech-Forschungszentren im Land, wie beispielsweise das Sandia National Laboratory, Intel, die University of New Mexico und aufstrebende Firmen wie Eclipse Aviation. Gleichzeitig bleiben die kulturellen Traditionen ein wichtiger Bestandteil des täglichen Stadtlebens. Mit einem Fuß in der Vergangenheit, einem Fuß in der Gegenwart und beiden Augen auf die Zukunft gerichtet ist Albuquerque ein faszinierendes Reiseziel und eine noch bessere Heimat